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03 Nachfrage Lektion 06

Wie man erkennt, wofür das Budget wirklich ausgegeben wird und wo Google die eigene Logik bewusst nicht spiegelt.

Mit auszuschließenden Keywords, und zwar laufend. Welche Suchen das Budget verbrauchen, steht im Bericht zu Suchbegriffen, der allerdings nicht jede Suche zeigt. Und ein Ausschluss erkennt keine ähnlichen Varianten, anders als ein gewöhnliches Keyword.

Wie verhindert man, dass Budget auf die falschen Suchen läuft?

Mit auszuschließenden Keywords, und zwar laufend statt einmal. Welche Suchen eine Anzeige auslösen, zeigt sich erst hinterher, und deshalb lässt sich die Liste nicht im Voraus schreiben. Der Ort, an dem diese Suchen sichtbar werden, ist der Bericht zu Suchbegriffen, und wer ihn liest, sollte seine Lücken kennen.

Der Bericht zeigt nicht jede Suche

Google beschreibt ihn als Liste mit Suchbegriffen, “die von einer beträchtlichen Anzahl von Nutzern verwendet wurden”. Was darunter liegt, taucht dort nicht auf. Wörtlich heißt es, Suchbegriffe, für die nicht genügend Suchanfragen erfasst wurden, fehlten im Bericht, um die Datenschutzstandards einzuhalten. Ab welcher Zahl das greift, sagt Google nicht, und wir geben deshalb keine an.

Ganz verschwinden diese Suchen nicht. In den Statistiken zu Suchbegriffen, einem zweiten Bericht, tauchen sie wieder auf, allerdings in Unterthemen gruppiert oder unter “Sonstige Suchanfragen” gesammelt. Der Wortlaut der einzelnen Anfrage wird dabei nicht offengelegt. Die Labels für Themen und Unterthemen stammen aus den Daten der letzten 56 Tage und können deshalb Begriffe enthalten, die längst ausgeschlossen sind.

Was im Bericht steht Was dort nicht steht
Suchbegriffe ab einer nicht genannten Mindestzahl an Suchen alles darunter, am ehesten also seltene und lange Formulierungen
der Übereinstimmungstyp je Suchbegriff der Wortlaut der ausgeblendeten Anfragen, auch nicht im zweiten Bericht
auf Wunsch das auslösende Keyword, die Spalte ist nicht voreingestellt die Website eines Partners, auf der die Anzeige lief
Klicks, Impressionen und Conversions je Suchbegriff Conversions aus Ladenbesuchen und Ladenverkäufen

Eine Lücke ist endgültig. Als Google im September 2021 ankündigte, wieder mehr Suchbegriffe zu zeigen, galt das nur für Anfragen ab dem 1. Februar 2021. Ältere Verlaufsdaten, die die neuen Grenzwerte nicht erfüllten, waren bis Februar 2022 abrufbar und sind seitdem verloren.

Ein Ausschluss spiegelt die Logik der Keywords nicht

Hier liegt der eigentliche Fallstrick der Ausschlussarbeit. Ein gewöhnliches Keyword deckt seit 2021 auch ähnliche Varianten ab, also Singular, Plural, Wortstämme und Sinngleiches. Ein auszuschließendes Keyword tut das nicht. Google schreibt wörtlich, für auszuschließende Keywords würden keine Übereinstimmungen mit ähnlichen Varianten oder anderen Erweiterungen ermittelt.

Das Beispiel dafür stammt von Google selbst. Das auszuschließende Keyword blumen verhindert die Auslieferung bei der Suche nach roten blumen. Bei der Suche nach roter blume in der Einzahl kann die Anzeige weiterhin erscheinen. Synonyme sowie Singular- und Pluralformen müssen also einzeln nachgetragen werden. Nur Groß- und Kleinschreibung sowie Rechtschreibfehler berücksichtigt Google bei Ausschlüssen automatisch.

Dieselben drei Namen wirken beim Ausschließen anders

Welche Suchen der Bericht ausblendet, an welchen drei Stellen ein Ausschluss ins Leere geht, wo eine Ausschlussliste liegen kann und was beim Buchen eines fremden Markennamens gilt

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