Was nachprüfbare Angaben in einem Text bewirken und welche Empfehlung dazu nie gemessen wurde.
Es ist die am besten belegte Einzelmaßnahme in diesem Feld. In einer Untersuchung von neun Textstrategien wirken die drei am stärksten, die Zitate, Statistiken und Quellenangaben ergänzen, während das Häufen von Suchbegriffen nichts bringt. Warum das so ist, ist nicht untersucht.
Was bringt es, eigene Zahlen in einen Beitrag zu schreiben?
Es ist die am besten belegte Einzelmaßnahme in diesem Feld. Eine Arbeitsgruppe hat neun verschiedene Textstrategien gegeneinander gemessen, und die drei stärksten sind allesamt Varianten derselben Sache, nämlich einen Satz nachprüfbar zu machen. Warum das so wirkt, ist dagegen nicht untersucht.
Drei von neun Methoden tragen die Wirkung
Die Untersuchung stammt von Aggarwal und Mitautoren und wurde für die Konferenz KDD 2024 angenommen. Die Autoren bauten dafür einen Testdatensatz aus 10.000 Anfragen, gezogen aus neun Quelldatensätzen und 25 Themenfeldern. Dann veränderten sie dieselben Quelltexte auf neun verschiedene Arten und maßen, wie oft und wie prominent die veränderte Fassung in der erzeugten Antwort auftauchte. Im Abstract steht wörtlich, man könne die Sichtbarkeit damit um bis zu 40 Prozent steigern, und das ist der Bestwert über alle Methoden und Themenfelder, kein Durchschnitt.
Die Arbeit teilt ihre neun Methoden selbst in zwei Klassen ein, und diese Einteilung ist die eigentliche Auskunft.
| Was am Text geändert wurde | Einstufung in der Arbeit | gemessene Wirkung |
|---|---|---|
| Zitate glaubwürdiger Quellen ergänzen | wirksam | höchster Wert aller neun Methoden |
| Statistiken statt qualitativer Aussagen | wirksam | 30 bis 40 Prozent auf dem Positionsmaß |
| Quellen im Text belegen | wirksam | 30 bis 40 Prozent auf dem Positionsmaß |
| Lesefluss verbessern | wirksam | 15 bis 30 Prozent |
| Sprache vereinfachen | wirksam | 15 bis 30 Prozent |
| autoritativer Ton | wirksam | stark bei Streitfragen und historischen Themen |
| Fachbegriffe ergänzen | wirksam | in der Arbeit ohne eigenen Zahlenwert |
| seltene Wörter ergänzen | nicht wirksam | in der Arbeit ohne eigenen Zahlenwert |
| Suchbegriffe häufen | nicht wirksam | kaum oder gar keine Verbesserung |
Die untere Zeile ist dabei so aufschlussreich wie die obere. Das Häufen von Suchbegriffen ist die Methode, die aus der klassischen Suchmaschinenoptimierung stammt, und die Arbeit führt sie ausdrücklich als Vergleichsmaßstab mit. Sie schneidet in mehreren Tabellen schlechter ab als die unveränderte Ausgangsfassung. Was in der klassischen Suche einmal gewirkt hat, überträgt sich hier also nicht von selbst.
Der Aufwand hinter den drei stärksten Methoden ist dabei gering. Im Fazit steht wörtlich, sie verlangten minimale Änderungen und verbesserten die Sichtbarkeit in den erzeugten Antworten trotzdem deutlich. Es geht also nicht darum, einen Text umzuschreiben, sondern darum, einzelne Aussagen darin zu belegen.
Wofür diese Zahlen gelten und wofür nicht
Wofür die gemessenen Prozentwerte gelten und wofür nicht, warum die verbreitete Empfehlung zur eindeutigen Aussage keine Messung hinter sich hat und was ein Datum mit all dem zu tun hat
Zugang kostenlos freischalten
Sie erhalten einen Code per Mail. Damit öffnen Sie jede Lektion der vier Stufen, so oft Sie wollen und ohne Ablaufdatum.