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03 Nachfrage Lektion 20

Kanäle, die je Anfrage abgerechnet werden und warum der eine nachzulesen ist und der andere nicht.

Ja, auf zwei Wegen. Google betreibt ein Format, das die Anfrage abrechnet und nicht den Klick, und daneben gibt es Anbieter, die Kontakte von Eigentümern weitergeben. Was eine solche Anfrage kostet, veröffentlicht allerdings keiner dieser Anbieter.

Kann man statt Klicks gleich Anfragen kaufen?

Ja, auf zwei Wegen. Google selbst betreibt ein Anzeigenformat, das nicht den Klick abrechnet, sondern die Anfrage. Daneben gibt es einen Markt von Anbietern, die Kontakte von verkaufswilligen Eigentümern sammeln und an Maklerbüros weitergeben. Nur der erste Weg legt offen, unter welchen Bedingungen er läuft.

Eine Abrechnung je Anfrage verschiebt das Risiko, sie nimmt es nicht weg

Bei einer eigenen Anzeige zahlen Sie für Aufmerksamkeit und tragen das Risiko, dass daraus keine Anfrage wird. Bei einem gekauften Kontakt zahlen Sie für die Anfrage und tragen das Risiko, dass daraus kein Auftrag wird. Der Maklerlohn entsteht in beiden Fällen erst mit dem Abschluss. Verschoben ist allein, welcher Teil der Kette bezahlt ist, bevor irgendjemand etwas unterschrieben hat.

Die wichtigste Stellschraube eines solchen Marktes ist deshalb nicht der Preis, sondern eine Frage davor. Geht derselbe Kontakt gleichzeitig an mehrere Büros oder an genau eines? Beide Modelle sind gängig, und wirtschaftlich sind sie nicht dasselbe, auch wenn der Kontakt in beiden Fällen gleich gut vorbereitet ist und gleich viel kostet.

Googles eigenes Format rechnet je Anfrage ab

Google Lokale Dienstleistungen ist strukturell kein Klickpreis-Produkt. Das Gebot ist dort nach Googles eigener Hilfe der Höchstbetrag, den ein Betrieb für eine Anfrage zu zahlen bereit ist, und bezahlt wird erst, wenn eine Anfrage entsteht, unabhängig davon, wie oft die Anzeige vorher zu sehen war oder angeklickt wurde. Zur Wahl stehen drei Gebotsarten, nämlich eine automatische Maximierung der Anfragen im Budget, ein Zielpreis je Anfrage und ein manuell gesetzter Höchstpreis je Anfrage.

Das Produkt zieht gerade in die gewohnte Google-Ads-Oberfläche um, als Performance Max-Kampagne mit dem Zielvorhaben Abrechnung pro Anfrage. Konten außerhalb der Vereinigten Staaten sind laut Googles Zeitplan erst 2027 an der Reihe. Die bisherigen Leistungsberichte wandern dabei nicht mit, und das manuelle Gebot fällt weg.

Für ein Maklerbüro in Deutschland endet der Weg allerdings früher. Die deutsche Hilfeseite zählt die zugelassenen Gewerbe einzeln auf, von Dachdeckern über Klempner bis zur Landschafts- und Rasenpflege, und der einzige Eintrag mit Bezug zum Immobilienmarkt heißt Immobiliengutachten.

Zwei weitere Punkte zeigen, wie einseitig ein Anbieter die Bedingungen ändern kann. Die automatische Gutschrift für ungültige oder minderwertige Anfragen, mit der Google für dieses Produkt wirbt, gilt nach der eigenen Hilfe nicht für Werbetreibende in der Region EMEA, und Deutschland zählt dazu. Und die Geld-zurück-Garantie, die jahrelang am Siegel für dieses Produkt hing, hat Google eingestellt. Eine Rückzahlung können Kunden nur noch für Leistungen beantragen, die vor dem 7. Dezember 2025 über dieses Produkt gebucht wurden.

Was ein Anbieter von Eigentümeranfragen veröffentlicht, und was nicht

Warum Googles eigenes Format diesem Gewerbe in Deutschland gar nicht offensteht, die vier Fragen, ohne deren Antwort sich kein Angebot beurteilen lässt, und die Nachweispflicht, die ein Büro mit jedem gekauften Kontakt übernimmt

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