# Wie ein Maklerbüro in die Regionalzeitung kommt

Indem Sie der Redaktion kein Unternehmen anbieten, sondern ein Thema. Der Pressekodex verpflichtet Verlage und Redaktionen ausdrücklich dazu, geschäftliche Einflussversuche abzuwehren. Was sie nicht abwehren müssen, ist ein Thema, das ihre Leser ohnehin interessiert.

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## Wie komme ich in die Zeitung, ohne eine Anzeige zu schalten?

Indem Sie der Redaktion kein Unternehmen anbieten, sondern ein Thema. Der Pressekodex verpflichtet Verlage und Redaktionen ausdrücklich dazu, geschäftliche Einflussversuche abzuwehren. Was sie nicht abwehren müssen, ist ein Thema, das ihre Leser ohnehin interessiert.

## Die Trennung ist eine Pflicht der Redaktion, keine Höflichkeit

Ziffer 7 des Pressekodex trägt die Überschrift Trennung von Werbung und Redaktion. Gemeint sind Versuche, eine redaktionelle Veröffentlichung durch private oder geschäftliche Interessen Dritter zu beeinflussen. Verlage und Redaktionen, heißt es dort, wehren derartige Versuche ab und achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken.

Wer eine Geschichte über sein Unternehmen anbietet, bietet also etwas an, das die Redaktion nach ihren eigenen Regeln abwehren muss. Das ist keine Unfreundlichkeit, sondern ihr Auftrag.

Die Branche beschreibt den Unterschied selbst. Im Leitfaden der Vereinigung der Medien-Ombudsleute und der Initiative Qualität im Journalismus steht, Öffentlichkeitsarbeit sei in ihrer Informationsarbeit jeweils einem einzelnen Auftraggeber verpflichtet, der Journalismus dagegen aufgrund seines Funktionsauftrags der ganzen Gesellschaft. Beide Seiten liefern Texte, und sie tun es für verschiedene Auftraggeber.

Der Kodex ist kein Gesetz. Durchgesetzt wird er über Beschwerden beim Deutschen Presserat, und seine schärfste Folge ist die Rüge. Für die Frage, ob ein Thema angenommen wird, ist er trotzdem die härtere Schranke. Er wirkt vor der Veröffentlichung, das Wettbewerbsrecht erst, wenn jemand abmahnt oder klagt.

## Wonach eine Redaktion auswählt, ist seit Jahrzehnten beschrieben

Johan Galtung und Mari Holmboe Ruge legten 1965 einen Katalog von zwölf Nachrichtenfaktoren vor, darunter Frequenz, Eindeutigkeit, Bedeutsamkeit, Überraschung und Negativität. Der Katalog erklärt nicht, was gut ist, sondern welche Ereignisse eher zur Nachricht werden. Ein späterer Katalog für den deutschen Forschungsstand ergänzt unter anderem die regionale Nähe als eigenen Faktor, das steht hier allerdings nur nach einer Sekundärquelle, die Arbeit selbst haben wir nicht gelesen.

Praktisch heißt das, dass ein Thema über Eigenschaften aufgenommen wird, die nichts mit dem Absender zu tun haben. Eindeutigkeit ist eine davon, und eine nachprüfbare Zahl mit Ortsbezug liefert sie.

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