# Was mit den Verweisen zu tun ist, die schon auf die Seite zeigen

Sehen können Sie eine Auswahl, nicht alles. Tun müssen Sie in aller Regel nichts, denn Google rechnet unnatürliche Verweise selbst heraus und nennt sein Werkzeug dafür eine erweiterte Funktion, die die meisten Websites nicht brauchen.

https://makler.rang-eins.com/wissen/vorsprung/bestand-an-verweisen

## Kann ich sehen, wer auf mich verlinkt, und muss ich etwas dagegen tun?

Sehen können Sie eine Auswahl, nicht alles. Tun müssen Sie in aller Regel nichts. Beides steht so in Googles eigener Hilfe.

## Der Links-Bericht zeigt eine Auswahl, keine Liste

Der Bericht heißt in der deutschen Search Console Links-Bericht, und über seine Vollständigkeit ist die Hilfe deutlich. Er enthalte nicht alle Links auf Ihrer Website, sondern eine Auswahl an internen und externen Links, die Ihnen helfen soll, das Linkprofil Ihrer Website insgesamt zu verstehen. Warum die Auswahl nicht vollständig ist, begründet die Quelle nicht.

Drei weitere Einschränkungen stehen ebenso deutlich dort.

| Was der Bericht zeigt | Was er nicht zeigt |
|---|---|
| eine Auswahl der gefundenen Verweise | eine vollständige Liste |
| die am häufigsten verlinkten eigenen Seiten | ob ein Verweis das Attribut nofollow trägt |
| die Websites mit den meisten Verweisen, gruppiert nach Stammdomain | ob ein Verweis überhaupt noch existiert |
| die häufigsten Verweistexte | eine Bewertung für Qualität, Spam oder Vertrauen |
| bis zu 1.000 Zeilen je Tabelle | alles, was darüber hinausgeht |

Die zweite Spalte ist die wichtigere. Die Hilfe sagt dazu, der Bericht enthalte Verweise, die Google im Lauf der Zeit gefunden habe, diese seien möglicherweise inzwischen entfernt worden, und ob ein Verweis als nofollow gekennzeichnet sei, werde darin nicht angegeben. Eine Liste, in der tote und gekennzeichnete Verweise mitlaufen und nichts davon ausgewiesen ist, taugt nicht als Bestandsverzeichnis.

Eine Bewertung je Verweis gibt es dort ebenfalls nicht. Der vollständig gelesene Hilfetext beschreibt vier Tabellen, und keine davon enthält eine Kennzahl für Vertrauen oder Giftigkeit, wie sie Werkzeuge von Drittanbietern anbieten.

## Wer entwertet, meldet sich in aller Regel nicht

Google unterscheidet zwei Wege der Durchsetzung, nämlich automatische Systeme und, wo nötig, eine menschliche Prüfung mit anschließender manueller Maßnahme. Nur der zweite Weg erzeugt eine Nachricht, sichtbar im Bericht Manuelle Maßnahmen und im Nachrichtencenter.

Wie selten dieser zweite Weg ist, lässt sich an Googles eigenen Zahlen ablesen. Für 2019 meldete das Unternehmen mehr als 90 Millionen Nachrichten an Websitebetreiber, davon rund 4,3 Millionen zu manuellen Maßnahmen, also unter 5 Prozent. Dass daraus folgt, die große Mehrheit betroffener Verweise werde lautlos entwertet, ist eine Folgerung aus zwei getrennt belegten Zahlen und keine Aussage, die Google so formuliert hat.

Der Rest dieser Lektion steht hinter einem Code. Den Zugang gibt es unter https://makler.rang-eins.com/wissen/vorsprung/bestand-an-verweisen
